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10.04.2010, 08:53


Hallo,

meine Frau hat ihr Auto bei der Santander Consumer Bank finanziert.

Erstmal fiel mir auf, dass irgendwo im Vertrag ein vormarkiertes Feld "Kontoauszüge vierteljährlich für 2,95 EUR" zu finden war.

Also ging ich mal die Post durch und staune nicht schlecht. Brav kam vierteljährlich ein automatisch ausgedruckter Brief.

Zu den 2,95 EUR kommen übrigens 55 Cent fürs Porto dazu. Mal im Ernst? Das ist doch Betrug. Die zahlen doch keine normale Briefgebühr. Die haben doch sicher einen bevorzugten Kurs mit der Post ausgemacht bei der Anzahl an Briefen, die so ein großes Unternehmen versendet.

Und die Härte ist noch, dass meine Frau diese Gebühren auf die Kreditsumme aufgeschlagen bekommen hat. D.h. die wurden mitfinanziert!?

Nun gut, dachte ich mir "scheiß drauf", ich will den Kredit jetzt einfach auslösen und gut ist. Also suche ich nach der Bankverbindung und nach den Kontaktdaten, damit ich die Ablösesumme in Erfahrung bringen kann.

Telefon 1. Versuch: Sprachcomputer, der sagt einem direkt die Ablösesumme. Super dachte ich mir. Gleich mal notiert.

So nun nur noch die Bankverbindung herausfinden und gut ist.

Also gehe ich alles durch. Jeden einzelnen Kontoauszug. Den Vertrag, die Website usw. Nirgends findet man die Kontonummer. Nur den Namen der Bank und die Bankleitzahl. Die Kontonummer wird offensichtlich verschwiegen.

Telefon 2. Versuch: Ich will einen persönlichen Berater. Nach mehreren Versuchen und durchschnittlich 20 Min. Wartezeit habe ich aufgegeben.

Gut was solls. Nutze ich also die Ablöseanforderung auf der Website. Da wird mich schon irgendwer zurückrufen.

Ne doch nicht. Es kommt Post mit der angeforderten Ablösesumme und welch Wunder, sogar der Bankverbindung :)

Doch was ist das:
   Zitat:
Wir bitten um Verständnis, dass wir für die Erstellung Ihres persönlichen Ablöseangebotes eine Gebühr von 5,50 EUR berechnen. Dieser Betrag ist bereits in der obigen Bruttoforderung enthalten.


Gehts noch?! Das ist doch die absolute Abzocke und das ganze hat doch ziemlich offensichtlich System.

Ich werde die ganze Sache mal an die Verbraucherschutzzentrale weiterleiten. Das ist doch echt nicht mehr normal.

Gruß

EDIT:
Da kann ich ja froh sein, dass wir immer pünktlich bezahlt haben. Hier 30,- EUR für eine Mahnung:
http://www.de.reklabox.com/beschwerde/837-unverschaemte-abzocke-bei-santander-bank-santander-consumer-bank-moenchengladbach

EDIT2:
Mittlerweile (2011) habe ich (also nicht meine Frau) ein Auto über die Santander finanziert. Auch da war das Feld erneut vormarkiert. Es ließ sich laut Autohändler auch nicht im Computer wegklicken (man sieht das dort gar nicht). Wir mussten also im Vertrag per Lineal die Klausel entfernen. Das ist also System bei der Santander. Warum ich trotzdem wieder bei der Santander bin? Tja Hausbank meines Autohändlers und die Konditionen waren echt gut.

Mittlerweile gibt es übrigens ein Urteil, das solche Gebühren verbietet:
http://www.vz-nrw.de/UNIQ132948403606405/link895401A
   Zitat:
Auf Klage der Verbraucherzentrale NRW hat der Bundesgerichtshof (Az. XI ZR 388/10) heute entschieden, dass ein Entgelt für die Kontoführung unzulässig ist, das im Rahmen eines Privatdarlehens von der Bank erhoben wird. Begünstigt von dem Urteil sind Millionen Kunden, die etwa einen Konsumentenkredit oder eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen haben. Die Mehrheit der Geldinstitute verlangte bislang ein Entgelt für die Kontoführung.

Die Verbraucherzentrale NRW hatte das Internationale Bankhaus Bodensee stellvertretend für die Branche verklagt. Wie die Konsumentenschützer sah auch das höchste Gericht in der Kontoführung keine Sonderleistung für die Kunden. Sie geschehe allein im Interesse des Bankhauses und dürfe deshalb nicht mit einem besonderen Entgelt versehen werden, meinten die Richter. Darlehensnehmer hätten ausschließlich den vereinbarten Zins zu zahlen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale NRW gilt die BGH-Entscheidung für sämtliche Darlehensverträge. Wem ein solches Entgelt in Rechnung gestellt wurde, kann die Beträge nun zurückverlangen.


Wer also mal welche von der Santander berechnet bekommen hat, sollte sie zurückverlangen.

Zuletzt bearbeitet von mgutt am 17.02.2012, 13:15, insgesamt 7-mal bearbeitet
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10.04.2010, 08:55


So arbeitet der Verein leider schon ewig.

Is echt der letzte Dreck
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Jop kenn ich auch, hatte da mein letztes Auto finanziert...
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12.04.2010, 10:46


Hey Marc,

ich kann deinen Ärger verstehen, ging mir vor einiger Zeit auch so....

Als erstes läuft bei denen "alles" über ein Call-Center, da es von der Bank komplett ausgegliedert wurde.
Du sprichst also nie direkt mit der Bank.

Ich habe mich dort auch telef. moniert über gewisse Gebühren oder Mahnung und diese mit Druck reklamiert,
was dazu geführt hat, dass diese dann auch storniert wurden.

Nur wie ich lese geht es um die Finanzierung deiner Frau, was gleich bedeutet, wenn du dort telfonisch jemanden bekommst
und keine Vollmacht von dir hinterlegt ist, würdest du eh keine Auskunft bekommen. Nur deine Frau....also müsste sie dort Alarm machen ;) .

Zur Bankverbindung kann ich dir sagen, dass deine Finanzierungs-Nr. auch gleichzeitig deine Kontonummer ist. Bankleitzahl ist ja bekannt.
Des weiteren sehr wichtig, bei Zahlungen oder Ablösungen immer den Namen des Darlehensnehmer als Empfänger eingeben,
Konto-Nr. = Finanzierungs-Nr. und unter Verwend.-zweck: "Konto 1234567890" (10stellig) dann kann nix schief gehen.

Mit dem Verbraucherschutz wirste wahrscheinlich nicht viel Erfolg haben, hatte denen das am Tel. auch nahe gelegt dies zu tun.
Aber als Antwort kam nur, dann müsse ich dies eben machen.....und der Verbr.-schutz bekommt mehr als eine solcher Meldungen rein.

Diese Bank ist eher weniger zu empfehlen.....
Gruss
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12.04.2010, 10:55


   mgutt schrieb:


Doch was ist das:
   Zitat:
Wir bitten um Verständnis, dass wir für die Erstellung Ihres persönlichen Ablöseangebotes eine Gebühr von 5,50 EUR berechnen. Dieser Betrag ist bereits in der obigen Bruttoforderung enthalten.


Gehts noch?! Das ist doch die absolute Abzocke und das ganze hat doch ziemlich offensichtlich System.


Die großen Banken nehmen bei Privatdarlehen/Verbraucherdarlehen öfter mal eine Bearbeitungsgebühr für eien Kreditablösesumme.

Volksbank macht das zb. auch, Sparkasse und Postbank jedoch nicht(regional begrenzt auf Hannover).

Verständlich ist diese Gebühr schon, denn du hast dich mit dem Kreditvertrag ja mit der Bank geeinigt das Darlehen innerhalb von x Monaten zurückzuzahlen und nicht es vorzeitig zu kündigen.

5,50 ist auch schon relativ günstig, hier können das gut mal 14€ sein.

Den Punkt den ich an deiner Stelle eher anprangern würde ist die Zinsrückrechnung ;) .

Zur Not gebe ich dir kurz die Formel dafür.

Die ist nämlich sehr zum Kundennachteil, da sind 5,50€ nichts...

Das allerdings die Kontogebühren auf den Kredit geschlagen wurden ist schon sehr hart. Das habe ich sonst noch nirgends gesehen.
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12.04.2010, 11:01


   egzwoler schrieb:
Nur wie ich lese geht es um die Finanzierung deiner Frau, was gleich bedeutet, wenn du dort telfonisch jemanden bekommst
und keine Vollmacht von dir hinterlegt ist, würdest du eh keine Auskunft bekommen. Nur deine Frau....also müsste sie dort Alarm machen ;) .

Das ist so witzlos. Sowas hatte ich schon bei einer anderen Firma und meinte dann nur, ob ich jetzt meine Stimme verstellen soll oder seit wann eine weibliche Stimme ein Verifikationsmerkmal darstellt. ^^

Verfasst am: 12.04.2010, 11:02

   egzwoler schrieb:
Zur Bankverbindung kann ich dir sagen, dass deine Finanzierungs-Nr. auch gleichzeitig deine Kontonummer ist. Bankleitzahl ist ja bekannt.
Des weiteren sehr wichtig, bei Zahlungen oder Ablösungen immer den Namen des Darlehensnehmer als Empfänger eingeben,
Konto-Nr. = Finanzierungs-Nr. und unter Verwend.-zweck: "Konto 1234567890" (10stellig) dann kann nix schief gehen.


Ja das weiß ich jetzt auch. 5,50 EUR zu spät ^^

Verfasst am: 12.04.2010, 11:11

   zachan schrieb:
Die großen Banken nehmen bei Privatdarlehen/Verbraucherdarlehen öfter mal eine Bearbeitungsgebühr für eien Kreditablösesumme.

Eine Gebühr für eine Ablösung zu verlangen erscheint mir korrekt, aber bitte so, dass ich als Verbraucher davon vorher in Kenntnis gesetzt werde und nicht einfach nur gesagt bekomme, dass eine vorzeitige Tilgung möglich ist und die Gebühren verschwiegen werden.

Weiterhin erwarte ich eine Ablösegebühr für den Vorgang als solchen, aber keine Gebühr für das reine Übermitteln von einer Ablösesumme. Wenn ich den Kredit jetzt nämlich nicht auslöse, werden die 5,50 EUR ebenfalls auf die Restschuld aufgeschlagen.

Auf der Internetseite stand auch nichts davon

Weiterhin halte ich es für äußerst bedenklich, dass ich über einen Sprachcomputer umsonst eine Summe gesagt bekomme, wofür ich bei einem Brief 5,50 EUR bezahlen muss. Der Brief ist auch nicht manuell unterschrieben. D.h. da arbeitet niemand für, aber bezahlen soll man. Wofür?

Aber sehen wir mal was die Verbraucherschutzzentrale dazu sagt.

Verfasst am: 12.04.2010, 11:12

Tja in Sachen 5,50 EUR habe ich den Hinweis leider überlesen, dass bei Anforderung einer Ablösesumme Gebühren anfallen.

Halte ich allerdings für rechtlich bedenklich, da ich kein extra Feld zur Bestätigung auswählen musste.


 
anforderung-abloesesumme-santander.PNG
anforderung-abloesesumme-santander.PNG - [Bild vergrößern]

Verfasst am: 12.04.2010, 11:13

Allerdings kommt mir zur Gute, dass im Preisverzeichnis rein gar nichts von den 5,50 EUR steht :hmm:
Preisverzeichnis.pdf


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Gast 

08.12.2010, 10:25


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